Glossar: X, Y, Z

Zeitplanung

Die Zeitplanung im Studium ist allgemein betrachtet eine Möglichkeit, sein Studium mit all seinen Aufgaben und Anforderungen zu planen, zu strukturieren und letztendlich auch zu reflektieren. Es ist eine Handlung, die es nicht zu unterschätzen gilt, ob man sie nun bewusst oder unbewusst macht. Schließlich gilt es, dabei mehrere Lebensbereiche zeitlich zu planen, denn beispielsweise muss auch der Job neben dem Studium gut ausführbar sein und auch andere Lebensbereiche wie Sport und Freizeit gilt es zu berücksichtigen.

Eine Zeitplanung kann für verschiedene Aufgaben und Anforderungen im Studium angewandt werden. Die bekanntesten Beispiele sind wohl die Klausurvorbereitung, die Zeitplanung von schriftlichen Arbeiten (Hausarbeiten, Abschlussarbeiten o. Ä.) oder das Studium im Allgemeinen. Insgesamt kann man sagen, dass die Zeitplanung bei Studierenden oft individuell abläuft; den Studierenden wird größtenteils nicht vorgegeben, wie sie ihre Zeit planen sollen, sondern sie sind selbst dafür verantwortlich.

Vor der Problematik, einen passenden und individuellen Zeitplan zu entwerfen und umzusetzen, stehen wohl alle Studierenden in ihrem Studium. Beim Entwurf des Zeitplans wird zumeist am Anfang ein Ziel definiert, welches mit Hilfe des Zeitplans erreicht werden soll. Anschließend kalkuliert man die dafür notwendige Zeit und strukturiert einzelne Teilschritte. Während der Umsetzung kontrolliert man dann immer wieder, ob noch alles wie geplant läuft, und justiert gegebenenfalls noch einmal nach.

In der Realität des Studiums läuft die Zeitplanung aber oft nicht nach diesem Schema ab: Man entwickelt am Anfang eines Projektes zunächst einen gut durchdachten Zeitplan. Dann kommen aber Konzentrationsschwierigkeiten, Motivationsprobleme oder falsche Zeiteinschätzungen dazwischen. Dies ist durchaus normal, denn Zeit lässt sich nun einmal schwer planen. Trotzdem ist es nicht unmöglich, eine realistische Zeitplanung zu erstellen.

Die eigene Zeitplanung immer wieder zu reflektieren und verschiedene Arbeitsstrategien und -methoden auszuprobieren, können dabei helfen, seine Ziele zu erreichen.

Zum Abschluss ein paar gut anwendbare Tipps und Hilfestellungen:

  • Durch ausreichend Zeit und extra eingeplante „Pufferzeit“ lässt sich Druck reduzieren.
  • Nicht immer ist der erste Zeitplan wirklich umsetzungsfähig. Es ist sinnvoll, einen Plan noch einmal neu und realistischer zu erstellen, wenn man dem ursprünglichen Plan nur „hinterherhechelt“.
  • Wenn man auf seinen eigenen Arbeitsrhythmus achtet, steigert man seine Produktivität und empfindet das Arbeiten als weniger anstrengend.
  • Dazu sind Fragen wie „Wann fühle ich mich am fittesten, habe ich ein Mittagstief, brauche ich eine Pause nach den Mahlzeiten, wann arbeite ich gerne?“ hilfreich.
  • Ebenfalls fördert eine räumliche Trennung von Arbeit und Freizeit die Arbeitsmotivation und sorgt für Entspannung. Wenn man beispielsweise immer nur in der Universität arbeitet und sein Zuhause „arbeitsfrei“ hält, kann man Zuhause besser abschalten, da man weiß, dass dieser Ort nur den schönen Freizeitbeschäftigungen vorbehalten ist.
  • Generell gilt, dass man für sich herausfinden muss, an welchem Ort man am besten arbeiten kann. Besonders gute Arbeitsplätze zum Schreiben können das Schreibcafé, die Bibliothek und die Bahn bzw. der Zug sein.
  • Es ist sinnvoll, ein konkretes Arbeitsziel zu formulieren, um sich dann Schritt für Schritt ihm annähern zu können. Man kann das Arbeitsziel beispielsweise auf einem Zettel festhalten und diesen in Sichtweite anbringen. Wenn man dann abschweift oder sich im Perfektionismus verliert, wird man durch den Zettel an sein Ziel erinnert.
  • Sich am Ende einer Arbeitseinheit bewusst zu machen, was man schon geschafft hat und wie man weiterarbeiten wird, motiviert nicht nur ungemein, sondern erleichtert auch das Anfangen der nächsten Arbeitszeit.

    Miriam Ritter (Tutorin am Schreibzentrum)